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	<title>Simply more web hosting! &#187; IN</title>
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	<description>Infos und Meinungen rund ums Hosting</description>
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		<title>Historisch: Webseite des PriOWL Rheda-Wiedenbrück</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 07:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Kunz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Autor dieser Zeilen war vor einer gefühlten Ewigkeit Mitbegründer des Internet-Knotens &#8220;PriOWL Rheda-Wiedenbrück&#8221;, der auf Vereinsbasis von ca. 1995 bis 1998 privaten Nutzern in der ostwestfälischen Kleinstadt eine günstige Internetanbindung zur Verfügung stellte. Ich habe aus einem uralten Backup die Webseite dieses Mini-Providers wieder hergestellt und dank Klaus-Rüdiger Ludwig von der Paderborner Zentrale des [...]]]></description>
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<p>Der Autor dieser Zeilen war vor einer gefühlten Ewigkeit Mitbegründer des Internet-Knotens &#8220;PriOWL Rheda-Wiedenbrück&#8221;, der auf Vereinsbasis von ca. 1995 bis 1998 privaten Nutzern in der ostwestfälischen Kleinstadt eine günstige Internetanbindung zur Verfügung stellte. Ich habe aus einem uralten Backup die Webseite dieses Mini-Providers wieder hergestellt und dank Klaus-Rüdiger Ludwig von der Paderborner Zentrale des PriOWL hat die Seite sogar ihre alte URL wiederbekommen!</p>
<p>Webseite des PriOWL Rheda-Wiedenbrück: <a href="http://www.rhwd.owl.de/">http://www.rhwd.owl.de/</a></p>

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		<title>Historisch: Informationen zum Individual Network e.V.</title>
		<link>http://www.simplymore.ch/historisch-informationen-zum-individual-network-e-v.html</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 11:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christopher Kunz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Artikel aus dem Usenet über das "Individual Network e.V.", einen Zusammenschluß von nichtkommerziellen Internetprovidern aus den 90er Jahren.]]></description>
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<p>Auf der Suche nach Informationen über das Individual Network, in dem alle Filoo-Leute vor Gründung der Filoo GmbH tätig waren (PriOWL &#8211; Privates Internet OWL), fand ich einen Artikel bei Google Groups, den ich für die Nachwelt aufbewahren möchte. Er dokumentiert die Geschichte des Individual Network e.v., das sich leider 2000 aufgelöst hat.</p>
<p>Dieser Artikel stammt ursprünglich von Martin Schulze aus der Usenet-Gruppe de.org.in, 02.12.1998.</p>
<p><span id="more-16"></span></p>
<h1>Informationen zum &#8216;Individual Network&#8217; (IN)</h1>
<p>1.  Vorbemerkung<br />
2.  Ideen und Ziele des Individual Network<br />
3.  Vorteile durch die Teilnahme am Individual Network<br />
4.   Geschichte des Individual Network<br />
5.  Das Praesidium<br />
6.   Beirat und erweiterter Vorstand<br />
7.  Arbeitskreise<br />
8.   Leistungen<br />
9.  Kosten<br />
10. Beitritt und Antragsverfahren fuer  neue Betreibergemeinschaften<br />
11. Teilnahme auslaendischer  Betreibergemeinschaften<br />
12. Netiquette<br />
13. Wichtige  EMail-Adressen im Individual Network<br />
14. Offizielle Adresse des  Individual Network e.V.<br />
15. Verweise auf andere Texte</p>
<h2>1. Vorbemerkung</h2>
<p>Dieser Text kann  durch Entscheidungen auf Mitgliederversammlungen oder durch Beschluesse des Praesidiums veraltet sein. Dinge, die beschossen wurden  und nicht in diesem Text auftauchen, haben trotzdem Gueltigkeit.  Die Versionsnummer der IN-Document-ID [1] und das angegebene  Datum geben ueber die Aktualitaet dieses Textes Auskunft.</p>
<h2>2.  Ideen und Ziele des Individual Network</h2>
<p>Die vorrangigen Ziele des  Individual Network (IN) sind:</p>
<ul>
<li>Die Schaffung und  Sicherung von guenstigen Zugaengen zu den internationalen  Kommunikationsnetzen (Konnektivitaet) fuer Privatpersonen in Deutschland.</li>
<li>Foerderung von Wissen und  regionalen Strukturen zur nichtkommerziellen  Netznutzung.</li>
<li>Erschaffung einer stabilen und  kostenguenstigen Infrastruktur bzw. rechtliche  Absicherung bei gemeinsamer Nutzung mit anderen Organisationen.</li>
<li>Foerderung leistungsfaehiger  Netzanwendungen (z.B. TCP/IP-Dienste) mit dem Bestreben,  diese auch privaten Nutzern moeglich und erschwinglich zu  machen.</li>
<li>Aufbau eines &#8220;Network Management&#8221; zwischen den  Domains, um Verbindungen zuverlaessig, kostenguenstig und  schnell zu organisieren.</li>
<li>Die Vertretung  privater Netznutzer und deren Interessen nach aussen.</li>
</ul>
<p>Dem Individual Network e.V. gehoeren Betreibergemeinschaften  an[2], die Netzdienste zur privaten, nichtkommerziellen Nutzung  anbieten. Einzelpersonen sind nicht direkt Mitglied im Individual  Network, sondern sind Teilnehmer in den Betreibergemeinschaften,  die groesstenteils regional organisiert sind. Der Individual  Network e.V. vermittelt Interessenten an diese  Betreibergemeinschaften.</p>
<p>Die Betreibergemeinschaften, oft  auch &#8220;Domains&#8221; genannt, benennen einen oder mehrere Vertreter, die  an den verschiedenden Gremien des Individual Network teilnehmen und  die Domainteilnehmer ueber die wichtigsten Belange des Individual  Network informieren sollen.</p>
<p>Mit &#8220;Mitgliedern im Individual  Network&#8221; sind die Betreibergemeinschaften gemeint, die dem  Individual Network e.V. beigetreten sind. Unter den &#8220;Teilnehmern  des Individual Network&#8221; werden alle Nutzer von Individual Network  Leistungen verstanden, insbesondere auch die Teilnehmer in den  regionalen Betreibergemeinschaften. Die &#8220;Teilnehmer&#8221; sind nicht Mitglied im Individual Network e.V. und werden von der eigenen  Betreibergemeinschaft vertreten und informiert. Auf Anfrage  beraet der Info-Kontakt des Individual Network Interessenten und  vermittelt eine geeignete Betreibergemeinschaft.</p>
<h2>3.  Vorteile durch die Teilnahme am Individual Network</h2>
<p>Die grossen  internationalen Kommunikationsnetze (wie z.B. das Internet) erfordern heute einigen administrativen, technischen und finanziellen Aufwand zur Teilnahme. Als privater Nutzer ist es kaum moeglich, alle Dinge selbst zu realisieren. Aus diesem Grund ist es guenstig, wenn man  sich mit Gleichgesinnten zu einer groesseren Gruppe  zusammenschliesst, dort Erfahrungen austauscht und die Vorarbeiten  der anderen nutzt.</p>
<p>Das Individual Network hat inzwischen  einige Jahre Erfahrung beim Anschluss von Privatpersonen gesammelt  und bietet in den meisten Gegenden Deutschlands kostenguenstige  Zugangspunkte an, die nur durch eine grosse Zahl von Teilnehmern  realisiert werden konnten. Durch die steigenden Teilnehmerzahlen war es dem Individual Network in der Vergangenheit moeglich, die Dienste zu  verbessern, zuverlaessiger zu machen und neue Dienste anzubieten &#8211;  bei sinkenden Preisen. Das Individual Network hat ausschliesslich  Privatpersonen als Nutzer und geht deshalb mit der Preis- und  Netzwerkpolitik auf deren Beduerfnisse ein. In vielen Bereichen war  es moeglich, Pauschalpreise anzubieten und so den Teilnehmern die  Angst vor einer hohen Rechnung durch unbedarfte oder falsche  Netznutzung zu nehmen. Fuer viele private Teilnehmer war die  Netznutzung erst durch die stabilen Preise moeglich, die nur eine so grosse Gemeinschaft wie das Individual Network bieten kann.</p>
<p>Das  Individual Network hilft auch den Betreibergemeinschaften bei den administrativen Aufgaben (z.B. Beantragung einer Domain) sowie bei den technischen Aufgaben (z.B. Betrieb eines Nameservers). Das Individual Network vertritt ausserdem die Mitgliederinteressen gegenueber den  Providern, also den Anbietern von Netzdiensten, mit denen das  Individual Network Vertraege abschliesst. Dadurch ist es den  Betreibergemeinschaften moeglich, lokale und kostenguenstige  Anbindungen zu nutzen und eine eigene regionale Infrastruktur  aufzubauen.</p>
<p>Der Teilnehmer an einer Betreibergemeinschaft  kann die Netzdienste meist ohne grossen administrativen Aufwand  nutzen. Die noetigen Eintragungen beim DE-NIC (Deutsches Network  Information Center), bei den Providern, bei RIPE und in den  Nameservern wurden bereits durch das Individual Network veranlasst.</p>
<p>Das Individual Network hat auch das Bestreben, die  Netzdienste sicherer und zuverlaessiger zu machen. Dazu gehoert  auch, dass die Dienste nicht nur bei einem Provider eingekauft  werden, sondern Vertraege mit mehreren Anbietern geschlossen  werden, um die Abhaengigkeit zu verringern. So kann das Individual Network z.B. auch das WiN (Wissenschaftnetz der deutschen Hochschulen)  und die Infrastruktur mehrerer Provider mitnutzen.Desweiteren  vertritt das Individual Network die Interessen von Privatpersonen<br />
in diversen Gremien und Organisationen, wie z.B. dem Deutschen  Forschungsnetz.</p>
<h2>4. Geschichte des Individual Network</h2>
<p>Am 4. Mai 1991 fand in der  Freien Universitaet Berlin ein Treffen mehrerer Leute (Vera Heinau,  Ralf Moritz, Heiko Schlichting, Frank Simon, Thomas Wieske) mit  dem Ziel statt, fuer die seit 1990 vor allem in Berlin, Hamburg und  Oldenburg bestehenden Gruppen privater Netznutzer eine weitere  Verbesserung der Konnektivitaet im Rahmen der internationalen Netze, die Erweiterung des Dienstangebots und eine Verringerung der  Teilnahmekosten zu erreichen.</p>
<p>Das Ergebnis dieses  Treffens hat den Namen Individual Network (IN) bekommen. Das  Individual Network war kein neues Netz im herkoemmlichen Sinne, sondern ein Dach fuer die bestehenden Domains, die damals am deutschen  EUnet in Dortmund teilgenommen haben. Die Gruendungsdomains des  Individual Network sind Hanse.DE, IN-Berlin.DE, Maus.DE und  North.DE, die sich aus Gruenden der Vereinfachnung und der  Vereinheitlichung der Tarife sowie des Leistungsangebotes zu einem  Interessenverband zusammengeschlossen haben.</p>
<p>Dieser  Zusammenschluss hat es ermoeglicht, gegenueber dem deutschen EUnet als gemeinsamer InterEUnet-Teilnehmer aufzutreten. Aufgabe des Individual  Network sollte sein, die Teilnahme an privaten de-Domains preiswert  zu realisieren und die Gruendung neuer &#8216;de&#8217;-Domains auf der Basis  der Privatpersonenregelung mit dem deutschen EUnet zu erleichtern,  sowie den Aufbau von privaten Internetnetzen zu unterstuetzen und  fuer Privatpersonen von den Kosten her akzeptabel zu gestalten.</p>
<p>Bereits ein Jahr spaeter war das Individual Network auf 21  Domains angewachsen und in der Lage, mit weiteren Providern (XLink,  DFN) zu sprechen und mit dem EUnet Neuverhandlungen zu fuehren.  Diese haben dazu gefuehrt, dass das Individual Network bei allen  drei Providern (DFN, EUnet und XLink) Kunde wurde und als  DFN-Mitglied eigene WiN-Anschluesse besitzt.  Fuer diese Vertraege mit den Providern und der Telekom war es notwendig, einen geeigneten  rechtlichen Rahmen zu schaffen, was mit der Vereinsgruendung des  &#8220;Individual Network e.V.&#8221; am 21.06.1992 in Oldenburg umgesetzt  wurde [3][4].</p>
<p>Ursprueglich war nicht vorgesehen, den Verein  mit weitergehenden Aufgaben zu betrauen. Durch das grosse Wachstum  des Individual Network und die immer komplexer werdenden  rechtlichen und finanziellen Aufwendungen wurden jedoch bis heute  zunehmend Taetigkeiten und Kompetenzen beim Verein und dessen Vorstand angesiedelt.</p>
<p>Seit dem 01.01.1993 sind desweiteren  die sogenannten &#8220;Dortmunder Beschluesse&#8221; [5][6] in Kraft. Das  Individual Network hat sich dort zu den Themen &#8220;Regionalisierung&#8221;,  &#8220;Internationalisierung&#8221; und zur inneren und aeusseren Struktur  weitere Gedanken gemacht.</p>
<p>Nach der Mitgliedsversammlung 1993  in Muenchen gab es weitere Veraenderungen im Individual Network.  So wurden z.B. die Mehrwertdienste beim DFN eingekauft. Dies  beinhaltet neben der internationalen Internet-Anbindung auch den  Mailverkehr ins EARN/Bitnet und X.400-Gatewaying. Desweiteren wurde  ein Vertrag mit einem vierten Provider (Belwue) zur Verbesserung  der Konnektivitaet in Baden-Wuerttemberg geschlossen. Der Verein  hat ausserdem ein neues Gremium, den sogenannten Beirat,<br />
bekommen,  der zusammen mit dem Vorstand den &#8220;erweiterten Vorstand&#8221; bildet und  ein Bindeglied zwischen Vorstand und Praesidium darstellt. Seit  Mai 1994 hat das Individual Network eine eigene Geschaeftsstelle in  Oldenburg, die insbesondere eine feste Adresse fuer die Vertragspartner  und den ersten Anlaufpunkt fuer Interessenten darstellt.</p>
<p>Anfang  1998 besteht das Individual Network aus etwa 60 Domains und hat circa 300.000 Endnutzer (geschaetzt), die die Kommunikationsdiente in Anspruch nehmen.</p>
<p>Die Mitgliederversammlung 1995, die im  Februar 1995 in der Naehe von Jena stattgefunden hat, hat sich fuer  eine Verstaerkung der Geschaeftsstelle und fuer die Uebernahme der  Providerverkehrsgebuehren ausgesprochen [15]</p>
<p>Die  Mitgliederversammlung 1997, die im Maerz 1997 in Ilsenburg, im Harz, stattgefunden hat, hat sich fuer eine Verstaerkung der Aktivitaeten im gesellschaftspolitischen Spektrum ausgesprochen.</p>
<h2>5. Das  Praesidium</h2>
<p>Das Praesidium [7] ist das  Gremium des Individual Network (IN), welches die richtungsweisenden  Entscheidungen trifft und eine Art staendig tagende Mitgliederversammlung darstellt. Zu diesem Zweck benennen alle  Mitglieder (Domains) des Individual Network einen oder mehrere  Vertreter, die in die Praesidiums-Mailingliste eingetragen werden.  Vorstand und Beirat des Individual Network handeln nach den  Vorgaben des Praesidiums (und der Mitgliederversammlung). Das  Praesidium mit seinen derzeit ueber 100<br />
Teilnehmern ist somit eines  der wichtigsten Gremien im Individual Network. Es sollten daher  dort nur wichtige Dinge zum Individual Network besprochen werden  oder Fragen, die mehrere Domains betreffen.</p>
<p>Das Praesidium  setzt sich aus den Vertretern der einzelnen Betreibergemeinschaften (Domains) im Individual Network zusammen. Dabei hat jede Domain  genau einen &#8220;Domainverantwortlichen&#8221; (DV), naemlich den im  Aufnahmeantrag angegebenen &#8220;administrativen Vertreter&#8221;, sofern der  Geschaeftsstelle kein Wechsel mitgeteilt wurde. Ausserdem kann eine  Domain dem Listenverwalter weitere Teilnehmer benennen, die als  &#8220;kooptierte Mitglieder&#8221; (KMs) eingetragen werden und ebenfalls  Vertreter der Domain gegenueber dem Individual Network sind. Der  einzige Unterschied zwischen DV und KMs besteht in der  Moeglichkeit, weitere KMs fuer eine Domain zu benennen. Dieses kann nur der Domainverantwortliche (DV) einer Domain machen. Er sollte die benannten Personen dafuer aber in die Gepflogenheiten des Individual  Network einfuehren und auch ueber die in der Vergangenheit  gefuehrten Diskussionen berichten, so dass ein KM nicht unwissend  in die Praesidiumsliste aufgenommen wird. Da in der  Praesidiumsliste oft sehr viele Kenntnisse verausgesetzt werden und  ein solches Gremium fuer Anfaengerfragen der falsche Platz ist, sollte der DV diese Aufgabe ernst nehmen. Weitere Unterschiede zwischen  DV<br />
und KMs einer Domain gibt es nicht. Es wird hiermit nochmal  ausdruecklich darauf hingewiesen, dass die KMs auch das Wahlrecht  fuer die Domain wahrnehmen koennen und dass bei mehrfacher  Stimmabgabe fuer eine Domain die zuletzt abgegebene Stimme zaehlt.</p>
<p>Bei Entscheidungen im Praesidium ist zunaechst eine  Konsensentscheidung anzustreben. Gelingt dieses nicht, so kann auf  Antrag von mind. 7 Domains eine Abstimmung eingeleitet werden,  wobei die Stimmanteile der Domains wie in Paragraph 8a der Satzung  des Individual Network [10] festgelegt werden. Wahlaufrufe im  Praesidium werden ueblicherweise mit einem speziellen Formular [13]  durchgefuehrt, in dem Name und Nummer der Abstimmung angegeben  sind. Zur Erleichterung der Auswertung sollte das<br />
in dem Formular  vorgegebene Format des elektronischen Stimmzettels eingehalten  werden. Ein Vorschlag gilt als angenommen, wenn sich nicht mehr als 25% der moeglichen Stimmen gegen diesen ausgesprochen haben und sich die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen fuer diesen ausgesprochen  hat.</p>
<p>Bei Abstimmungen kann jeder Vertreter einer Domain im  Praesidium das Stimmrecht wahrnehmen, so dass eine vorherige  Koordinierung innerhalb der Domain angeraten wird. Die  Abstimmungsdauer betraegt in der Regel drei Wochen, so dass jede  Domain ausreichend Zeit haben sollte, eine Entscheidung zu finden.  Einer Wahl geht ueblicherweise eine Diskussionsphase im Praesidium  voraus (ggf. auch eine Empfehlung von Vorstand und Beirat). Fuer die Ansetzung einer Wahl sind laut Satzung sieben Mitglieder noetig, die<br />
sich fuer eine Wahl aussprechen. Wahlen werden nur noetig, wenn in  der Diskussionsphase kein Konsens erzielt werden konnte (sonst:  Konsensentscheidung). Wahlen werden im Praesidium normalerweise  mit einem speziellen Formular [13] durchgefuehrt, damit eine  einfache Auswertung erfolgen kann.<br />
Wahlen erhalten eine eindeutige  Wahlnummer und einen Wahlnamen, um sie ggf. von anderen Wahlen im  Praesidium unterscheiden zu koennen. Die Stimmen<br />
werden in der  Regel an in-v&#8230;@individual.net  geschickt. Zur Zeit sind Wahlen im Praesidium selten (1-2 pro  Jahr).</p>
<p>Die Aufgabe der Domainvertreter (DV + KMs) ist neben  der Mitbestimmung im Praesidium auch die Information der eigenen  Domainteilnehmer ueber grundlegende Entwicklungen und  Entscheidungen im Individual Network in einer Form, dass diese auch  verstaendlich werden.</p>
<p>Bei den Mitgliedern der  Praesidiumsliste handelt es sich um die Domainvertreter  gegenueber dem Individual Network und nicht um die Infokontakte der  Domains. Anfragen nach Zugaengen sollten an in-i@individual.net  weitergeleitet werden. Die Infokontakte der Domains werden auch in  einer Liste in der Newsgruppe &#8216;de.org.in&#8217; veroeffentlicht.</p>
<h2>6.  Beirat und erweiterter Vorstand</h2>
<p>Mit Beschluss der Mitgliederversammlung 1993 wurde im Individual  Network e.V. in Beirat als neues Gremium eingefuehrt. Der Beirat  bildet zusammen mit dem Vorstand des sogenannten &#8220;erweiterten  Vorstand&#8221; und kann Entscheidungen in gewissem Umfang treffen.  Dadurch die wird mittlerweile sehr grosse Runde des Praesidiums von  kleineren Entscheidungen entlastet und die Handlungsfaehigkeit  erhoeht. Grundlegende und richtungsweisende Entscheidungen bleiben  weiterhin dem Praesidium vorbehalten. Bei wichtigen Fragen oder bei  Uneinigkeit wird das Praesidium vom erweiterten Vorstand eingeschaltet.</p>
<h2>7. Arbeitskreise</h2>
<p>Aufgrund der  positiven Erfahrungen, die 1993 mit den &#8220;inoffiziellen&#8221; Arbeitskreisen gesammelt wurden, sind diese auf der Mitgliederversammlung 1993 auch in der Satzung aufgenommen worden. Arbeitskreise koennen bei Bedarf eingerichtet werden und ermoeglichen die Diskussion eines Themas unter den Interessierten. Arbeitskreise informieren<br />
und beraten das Praesidium und sollten fuer diesen Zweck moeglichst  einen Sprecher bestimmen. Jede Domain kann Vertreter in die  Arbeitskreise entsenden. Der Vorstand kann auch andere  Netzteilnehmer berufen.</p>
<h2>8. Leistungen</h2>
<p>Das Individual Network stellt den Betreibergemeinschaften  internationale Konnektivitaet zur Verfuegung und vertritt die  Interessen der Mitglieder gegenueber den Providern und anderen  Gremien (z.B. DE-NIC, RIPE). Das Individual Network unterstuetzt  den Aufbau von neuen regionalen Betreibergemeinschaften, hilft in  der Aufbauphase und vermittelt bei der Anbindung an andere  Organisationen (z.B. Universitaeten). Das Individual Network  betreibt Networkmanagement und stellt konkrete Leistungen (z.B.  Domain Name Service) bereit. Aus Gruenden des Networkmanagements kann das Individual Network auch bei  Angelegenheiten der  Betreibergemeinschaften eingreifen, wie bei der Namenswahl oder  der regionalen Abdeckung.</p>
<p>Da dem Individual Network auch  einige Betreibergemeinschaften angehoeren, deren Netze nicht auf  IP- oder UUCP basieren, bemueht sich das Individual Network auch um  funktionierende Relays und Gateways zu den anderen Protokollwelten.</p>
<p>Die Mitglieder des Individual Network sind  ausschliesslich organisatorische der regionale  Betreibergemeinschaften (Domains). Um Teilnehmer in der fuer die  Region zustaendigen Betreibergemeinschaft zu werden, sollte man sich direkt an deren Info-Kontakt wenden und sich um Anschluss bemuehen.  Den Namen der richtigen Betreibergemeinschaft und die Adresse des Infokontaktes behaelt man per E-Mail von &#8220;IN-I@Individual.NET&#8221;  oder per Brief/Fax/Telefon von der Geschaeftsstelle (Adresse siehe  unten).</p>
<p>Mitglieder des Individual Network  koennen unter  anderem folgende Leistungen in Anspruch nehmen:</p>
<ul>
<li>Mails:       Ohne Volumenbeschraenkung und ohne zusaetzliche Kosten weltweit.</li>
<li>News:       &#8220;all.all&#8221; und viele internationalen und nationalen NetNews-Hierachien ohne zusaetzliche Kosten.</li>
<li>Internet:    Das Individual Network ist InterEUnet-, XLink, Belwue und DFN/IP-Teilnehmer mit Mehrwertdienstvertrag. Demzufolge hat jeder Teilnehmer am Individual Network die Moeglichkeit, direkt oder indirekt Internetdienste in Anspruch zu nehmen, sofern die entsprechenden technischen Voraussetzungen  erfuellt sind. Allerdings koennen dadurch  Vereinbarungen zwischen Domains und Universitaeten oder  anderen Institutionen bzw. zwischen Domains und den  POPs notwendig sein. Im Individual Network werden auch  schon eigene Internet-Strukturen geschaffen, so z.B.  via ISDN und ueber die WiN-Anschluesse.</li>
<li>C Netze:     Betreibergemeinschaften, die an einem direkten Internet- schluss ueber TCP/IP interessiert sind, koennen von dem jeweiligem Providerkontakt ein oder mehrere Class C Netze erhalten. Der sparsame und vernuenftige Umgang mit diesen Netzen wird vorausgesetzt. Bei manchen Providern kann es zu zusaetzlichen Kosten je geroutetem Class C Netz kommen. Diese  Kosten werden an die Betreibergemeinschaft  weitergegeben und es sollte im Interesse der Domain  liegen, den Kassenwart des Individual Network  rechtzeitig ueber die Eintragungen zu informieren, um  hohe Nachzahlungen zu vermeiden.</li>
<li>Bitnet:     Das Individual Network  hat die Dienste beim deutschen Gateway zu BITNET/EARN  eingekauft. Dadurch kann unnoetiger Auslandstraffic  vermieden werden und die Individual Network Domains sind aus dem Bitnet schnell und zuverlaessig erreichbar.</li>
<li>WiN:         Das Individual Network besitzt Anschluesse an das Wissenschafts- netz (WiN) des DFN. Durch den WiN-Vertrag und die eigenen  WiN-Anschluesse ist es moeglich, auch andere  WiN-Anschluesse und Leitungen mitzunutzen, sofern der  Anschlussinhaber zustimmt. Dadurch ist es rechtlich  moeglich, dass sich eine Domain an eine Universitaet in  ihrer Region anschliesst und ueber diese versorgt wird. Das Individual Network und der DFN-Verein helfen im Rahmen ihrer Moeglichkeiten, damit dieses in der Praxis auch  wahrgenommen werden kann. Ein Anspruch an die  Universitaet, deren WiN-Anschluss mitnutzen zu koennen,  besteht aber nicht.</li>
<li>X.400:      Die Teilnahme an deutschen und  europaeischen X.400-Netzen ist durch die  DFN-Mitgliedschaft und WiN-Teilnahme moeglich, durch den Mehrwertdienstvertrag ist der Uebergang zu X.400 gesichert.</li>
<li>Support:    Bei technischen, administrativen und netzpolitischen Fragen werden die entsprechenden Ansprechpartner der Domains oder  des Individual Network nach besten Kraeften versuchen  zu helfen.</li>
<li>DFN:        Das Individual Network ist Mitglied im  &#8220;Verein zur Foerderung eines deutschen Forschungsnetzes  e.V.&#8221; (DFN-Verein) und vertritt dort die Interessen  der privaten Netznutzer. Aufgrund der DFN-Mitgliedschaft besteht auch die Moeglichkeit, WiN-Anschluesse zu mieten.</li>
<li>XLink:      Der Provider XLink/NTG betreibt  inzwischen ebenfalls mehrere POPs in Deutschland, ueber  die Individual Network Domains angeschlossen werden  koennen. Auch hier muss zwischen der Domain und dem POP  eine Vereinbarung geschlossen werden.</li>
<li>Belwue:     In  Baden-Wuerttemberg wird von der Universitaet Stuttgart ein eigenes Landesnetz (&#8220;Belwue&#8221;) betrieben. Das Individual Network hat auch mit diesem Anbieter einen Vertrag abgeschlossen und hat so die Moeglichkeit auch die Anschlusspunkte von Belwue  zu nutzen.</li>
</ul>
<p>Fuer alle Provider gilt: die  Domains (und die Antragsteller) sollten unbedingt zuerst mit dem  Providerkontakt des Individual Network sprechen und sich  keinesfalls direkt an den Provider wenden. Saemtliche Absprachen sind von den Providerkontakten zu fuehren. Lediglich die Verhandlungen mit einem POP oder einer Universitaet (also den Einrichtungen vor Ort) sind von der Domain selbst zu fuehren. Auch in solchen Faellen ist es  aber sehr ratsam, den entsprechenden Providerkontakt des Individual  Network vorher zu befragen, da dort sehr viel Erfahrung vorhanden  und auch die Vertragslage bekannt ist.</p>
<h2>9. Kosten</h2>
<p>Die Gebuehren, die ein Teilnehmer einer  Betreibergemeinschaft an diese entrichtet, setzen sich  ueblicherweise aus zwei Anteilen zusammen: dem Individual Network  Anteil und dem Anteil fuer die lokale Infrastruktur, die die  Betreibergemeinschaft unterhaelt.</p>
<p>Im Folgenden geht es  ausschliesslich um den Individual Network Anteil, da ja die anderen  Kosten ausschliesslich im Ermessen der Betreibergemeinschaft  liegen und es da aufgrund der unterschiedlichen Anbindung, dem  Leistungsspektrum und lokalen Anschlussmoeglichkeiten zu grossen regionalen Unterschieden kommen kann. Die Teilnehmer einer Domain zahlen die Beitrage an ihre Betreibergemeinschaft, die wiederum den Anteil fuer das Individual Network gesammelt an den IN-Kassenwart  abfuehrt. Um den tatsaechlichen Preis fuer einen Anschluss zu  erfahren, sollte man sich also mit der entsprechenden  Betreibergemeinschaft in Verbindung setzen und die Preise dort  erfragen. Fuer das gesamte Individual Network kann dieses nicht  einfach beantwortet werden.</p>
<p>Das Individual Network laesst  den Domains bei der Preisgestaltung einige Freiheiten. So wird zum  Beispiel nicht in allen Domains der Individual Network Anteil  gleichfoermig auf die Teilnehmer umgelegt. Mit Hilfe des Preises  haben die Domains die Moeglichkeit, bestimmte Dienste oder  Strukturen zu foerdern (IP, Mailboxen etc), wenn dieses in ihremInteresse liegt. Haeufig profitieren von einer IP-Anbindung der  Verteiler- rechner auch die anderen Domainteilnehmer, so dass man  sich z.B. vorstellen kann, dass diese Struktur gefoerdert wird.</p>
<p>Der Individual Network Anteil der Kosten besteht aus einer  &#8220;Mindestgebuehr&#8221;, die pro Rechner entrichtet werden muss. Alle  Individual Network Domains sind aufgefordert, jeden Monat (am  besten zum 20. des jeweiligen Monats) die Anzahl der teilnehmenden  Rechner (&#8220;Sites&#8221;) zu melden [8]. Der niedrigst moegliche Betrag,  den eine Betreibergemeinschaft an das Individual Network abfuehren  muss, besteht aus dem Produkt von Siteanzahl und der aktuellen  Mindestgebuehr. Nimmt eine Individual Network Domain aber besonders  kostenintensive Dienste (z.B. IP) stark in Anspruch, so ist diese  Domain gehalten, einen &#8220;freiwilligen Mehrbeitrag&#8221; zu leisten, der  ebenfalls in der monatlichen Meldung anzugeben ist. Die Zahlung und die Hoehe des Mehrbeitrags ist von der Domain selbst festzulegen, wobei  aber bedacht werden sollte, dass es sich beim Individual Network  um eine<br />
Interessengemeinschaft handelt und dieses nur funktionieren  kann, wenn man das Individual Network nicht auf Kosten der anderen  Domains ausnutzt.  In der Vergangenheit hat sich das Verfahren aus  Mindestgebuehr und freiwilligem Mehrbeitrag als sehr  leistungsfaehig und flexibel herausgestellt. Grundsaetzlich waere  es auch moeglich, dass der Vorstand einen Mehrbeitrag fuer eine  Domain festsetzt. In der Vergangenheit ist das allerdings nicht  noetig gewesen.</p>
<p>Beim freiwilligen Mehrbeitrag ist auch die  Domainstruktur zu beruecksichtigen. Besteht eine Domain  ueberwiegend oder ausschliesslich aus Mailboxen  (Vielbenutzersystemen), so ist ebenfalls die Zahlung eines Mehrbeitrages empfohlen. Ebenfalls beruecksichtigt werden sollte die Definition einer &#8220;Site&#8221; in der jeweiligen Domain. Eine exakte  Definition<br />
durch das Individual Network steht noch aus und ist  aufgrund der unterschiedlichen Technologie in den Domains und dem  stark unterschiedlichen Dienstangebot bisher nicht moeglich  gewesen. Ob eine starre Definition den dynamischen Strukturen des  Individual Network ueberhaupt gerecht werden kann, ist bisher  voellig offen.</p>
<p>Vereinfacht ausgedrueckt kann eine Site im  Sinne des Individual Network als ein Rechner gesehen werden, zu dem  Netzdienste automatisiert uebertragen werden. Dieser  Automatismus ist ueblicherweise UUCP, SLIP, PPP, ZConnect oder  eines der FidoNet/MausNetz-Transportmechanismen. Systeme, die  Online-Dienste in einer Mailbox in Anspruch nehmen, sind keine Site  im Sinne des Individual Network. Allerdings ist eine Domain mit einem hohen Anteil solcher Mailbox-Systeme gehalten, einen freiwilligen Mehrbeitrag an das Individual Network zu leisten. Im Individual Network  gibt es auch organisatorische Betreibergemeinschaften klassischer  deutscher Mailbox-Netze (maus.de, zer.de, fido.de), wo zum Teil der  Sitebegriff aufgrund der anderen Technik und der unterschiedlichen  Nutzungsmoeglichkeiten etwas modifiziert wurde. Langfristig wird  angestrebt, auch diese<br />
Systeme in die regionalen Domains des  Individual Network zu ueberfuehren, so dass eine stabile und  preisguenstige Vorort-Versorgung genutzt werden kann und eine  einheitliche Sitebewertung in einer Region erfolgt. Beim Z-Netz  (zer.de) ist dieses bereits weitesgehend vollzogen. Die regionalen Domains sind aufgefordert, diese Migration zu unterstuetzen.</p>
<p>Die  Hoehe der Mindestgebuehr wird im Individual Network durch die Mitgliederversammlung oder das Praesidium aufgrund des Berichts des Kassenwarts und des Finanzierungsplans festgelegt. Dabei werden die laufenden und geplanten Ausgaben sowie die bestehenden und erwuenschten  Ruecklagen beruecksichtigt. Aenderungen bei der Mindestgebuehr  sind selten. Das Individual Network ist stolz darauf, dass in der  Vergangenheit die Preise immer gesenkt werden konnten, obwohl das  Angebot kontinuierlich gestiegen ist. Trotz Inflationsrate, der  gestiegenen Ansprueche, der hoeheren Nutzung, der verbesserten  Zuverlaessigkeit, dem breiten Angebot, den verbesserten Diensten,  zusaetzlicher Vertraege und der erreichten Unabhaengigkeit betragen  die Preise nur noch etwa 25% der Gruenderzeit. Die Mindestgebuehr  pro Site betraegt heute (Januar 95)<br />
nur noch 7 DM/Monat &#8211;  unabhaengig vom Volumen der Nutzung, der verwendeten Technik und  der Anzahl der Benutzer. Durch diese Preisentwicklung ist es vielen  Betreibergemeinschaften moeglich geworden, eine leistungsfaehige lokale Infrastruktur zu finanzieren und auch IP-Dienste anzubieten. Der Anteil fuer die lokale Infrastruktur (ISDN-Leitungen, Standleitungen, Rechner, Modems, Telefonleitungen) der Betreibergemeinschaft ist  haeufig hoeher als der IN-Beitrag.</p>
<p>Von den eigenommenen  Beitraegen der Teilnehmer bezahlt das Individual Network die  laufenden Kosten durch die Providergebuehren (zur Zeit Belwue, DFN,  EUnet, XLink), die WiN-Leitungen, die Mehrwertdienste, die  DE-NIC-Gebuehren sowie die Ausgaben fuer die Geschaeftsstelle. Ein  geringer Anteil wird auch fuer die Mitgliederversammlung,  Reisekosten und sonstige Ausgaben (Notar, Amtsgericht, Porto,  Kontofuehrung, Steuerberater etc.) aufgewandt.  Um eine stabile Preisentwicklung gewaehrleisten zu koennen und die Dienste bei der  dynamischen Entwicklung der Teilnehmerzahlen und den  volumenabhaengigen Berechnungen der Provider sicher stellen zu  koennen, werden auch zweckgebundene Ruecklagen gebildet. Der  Individual Network e.V. ist als Verein als (vorlaeufig) gemeinnuetzig anerkannt. [Das "vorlaeufig" entfaellt nach Abschluss der Pruefung  durch das Finanzamt.]</p>
<p>Aufgrund haeufiger Nachfragen ein  paar Anmerkungen, warum die Gebuehrenberechnung des Individual  Network ausschliesslich aufgrund der Sitezahlen<br />
der Domains  erfolgt: Das Individual Network hatte in der Anfangszeit (1991)  andere Abrechnungsmodelle, die sich allerdings als nicht sehr  praktikabel herausgestellt haben.<br />
So gab es zunaechst die  Gebuehren, die fuer die jeweilige Domain festgesetzt wurden. Mit  der zunehmenden Zahl von Domains ist eine solche Festsetzung nicht mehr moeglich, da niemand das Verhaeltnis der 60 Domains zueinander  einschaetzen kann, ohne dass objektive Kriterien dafuer  existieren. Abgeloest wurde dieses Abrechnungsverfahren durch  eines, welches auf einer Nutzerzaehlung in den Domains beruhte.  Eingefuehrt wurde dieses Verfahren, da der damalige Provider  (EUnet) seine Gebuehren in Abhaengigkeit der Nutzer im Individual  Network festgelegt hatte. Das IN-interne Verfahren, bei dem Nutzerzahlen mit Faktoren fuer virtuelle und reale Nutzer multipliziert  werden mussten, um die tatsaechliche Anzahl der Netznutzer zu  erhalten, konnte erfreulicherweise bald abgeloest werden. Es hatte  sich herausgestellt, dass in den Domains die Zahl der  tatsaechlichen Netznutzer nicht mit einem vertretbarem Aufwand  ermittelt werden konnten. 1992 wurde dann ein neues Verfahren  eingefuehrt, welches nur auf der Zaehlung von Systemen beruhte. Um  die Unterscheide der verschiedenen Domainstrukturen (Mailboxdomains  zu UUCP-Domains) auszugleichen, wurden diese Zahlen mit einem  Gewichtungsfaktor (&#8220;NTK&#8221;, Netzteilnehmerklasse) multipliziert. Da  sich die meisten Domains in ihrer Struktur aber immer staerker  angeglichen haben und ein immer groesseres Gewicht auf den<br />
IP-Diensten lag, wurde dieses Verfahren durch das heute gueltige  Verfahren abgeloest, welches aus einem Sockelbetrag und der  freiwilligen Mehrzahlung besteht. In Haertefaellen wurde der  Beitrag fuer die Domains ueber einen Zeitraum von einem Jahr  langsam angeglichen.</p>
<p>Aufgrund der stark steigenden Teilnehmerzahl  wurde der Sockelbetrag 1993 in einen Mindestbetrag umgewandelt, da  ein weiteres Absinken des Sitebeitrages neue Projekte unmoeglich zu  machen drohte (zwischenzeitlich waren die Gebuehren pro Rechner  auf unter DM 4.50 pro Monat abgesunken). Die heutige Tarifierung  hat sich als flexibel und stabil herausgestellt und da eine Bewertung nach verursachtem Volumen nicht moeglich und nach Nutzerzahlen  zu aufwendig erscheint, auch als sehr guenstig. Fuer die Nutzer  und die Domains ist die pauschale Berechnung pro Site auch sehr  erfreulich, denn sie wissen bereits im voraus, wie hoch der  IN-Anteil in diesem Monat sein wird. Der niedrige Preis von 7  DM/(Monat*Site) rechtfertigt auch kaum aufwendigere Abrechnungsmethoden, die zusaetzlichen Verwaltungsaufwand (und damit Kosten) verursachen wuerden. Die feste Definition einer &#8220;Site&#8221; steht allerdings nach wie vor noch aus, ist aber aufgrund der inzwischen  eingesetzten Offline-Reader nicht mehr einfach zu fassen. Die  Mitgliederversammlung 1995 hat angeregt, diese Fragen im  Arbeitskreis &#8216;Finanz&#8217; zu eroertern und einen Vorschlag zu  erarbeiten, der dem Praesidium vorgelegt werden kann.</p>
<h2>10.  Beitritt und Antragsverfahren fuer neue Betreibergemeinschaften</h2>
<p>Dem Individual Network koennen keine Privatpersonen direkt beitreten.  Die Mitglieder des Individual Network sind Betreibergemeinschaften,  die ihren Teilnehmern Netzdienste des Individual Network anbieten.  Neue Betreibergemeinschaften (Domains) koennen dem Individual  Network beitreten, wenn in der Region noch keine andere  Betreibergemeinschaft vertreten ist.<br />
Bei Interesse wende man sich  moeglichst fruehzeitig an den Antragsbearbeiter des Individual  Network (Adresse siehe unten), damit die noetigen Fragen  (Domainname, MX-Record, Mail/Newsversorgung, versorgende Einrichtung/Provider, Nameserver, DE-NIC-Antrag) gemeinsam geklaert werden koennen.</p>
<p>Folgende Schritte sind fuer den Beitritt  einer neuen Regionaldomain noetig:</p>
<ol>
<li>Kontaktaufnahme mit  dem Antragsbearbeiter des Individual Network (in-ant@individual.net)</li>
<li>Pruefung der Region auf Ueberschneidungen mit bestehenden  Regionaldomains des Individual Network und eventuelle  Absprachen bezueglich einer Aufteilung einer Region.</li>
<li>Festlegung eines Domainnamens, der den regionalen Anspruch der Domain wiedergibt und nicht mit einer Person/Mailbox/Ideologie verknuepft ist. Dabei muessen zahlreiche Nebenbedingungen  beruecksichtigt werden, so dass hier unbedingt eine Absprache  mit dem Antragsbearbeiter des Individual Network angeraten ist.</li>
<li>Anforderung des administrativen und technischen Antrags  [11][12] zum Individual Network Beitritt beim Antragsbearbeiter  des IN.</li>
<li>Absenden (Briefpost!) des administrativen Antrags an  die Geschaeftsstelle des Individual Network.<br />
Klaerung  der Versorgung ueber Mitversorgung durch eine Universitaet, eine andere IN-Domain, einen Provider oder POP. Hierbei koennen die Providerkontakte des Individual Network eine grosse Hilfe sein.  Auch der Vorstand des Individual Network e.V. muss in diesem  Fall haeufig um Unterstuetzung gebeten werden, wenn die  Mitversorgung ueber einen WiN-Anschluss (haeufig die beste Wahl  fuer die Betreibergemeinschaft und das Individual Network)  angestrebt wird. Eine Teilnahmebescheinigung am Individual  Network und die DFN-Bestaetigung der Mitnutzungsberechtigung des Wissenschaftsnetzes (&#8220;Persilschein&#8221;) sind haeufig unverzichtbare Hilfen dabei.</li>
<li>Festlegung der MX-Records (Mailexchanger im  Internet) fuer die Domain. Plant die Domain selbst IP, was zu  diesem Zeitpunkt meist noch nicht realisiert ist, kann der  Antragsbearbeiter meist mit den Defaulteinstellungen fuer das  Individual Network arbeiten, die dann nach weltweiter  Eintragung der Domain einfach geaendert werden koennen.</li>
<li>Benennung von Domain Name Servern (DNS), die die Propagation der Domaindaten uebernehmen. Hat die Domain noch keinen eigenen  Nameserver, so koennen auch hier die Standard-Nameserver fuer  Individual Network Domains verwendet werden, die von  befreundeten Organisationen betrieben werden. Es ist dringend  angeraten, dieses Angebot anzunehmen, wenn man nicht selbst  einen stabilen und sicheren Nameserver bereitstellen kann. Falsch konfigurierte Nameserver koennen hohe Kosten fuer die Domain und<br />
das Individual Network erzeugen und zu aergerlichen  Konnektivitaetsverlusten fuehren. Die Standard-Nameserver des  Individual Network sind gut konnektiert, gut gewartet und  staendig ueberwacht.</li>
<li>Stellen des technischen Antrags bei  &#8220;in-ant@individual.net&#8221;.</li>
<li>Der Antragsbearbeiter des Individual Network prueft den Antrag  und reicht den Antrag, der um die noetigen Daten ergaenzt  wurde, ueber einen Provider beim DE-NIC ein. Die Eintragung  erfolgt dann ueblicherweise in wenigen Tagen und geht besonders  schnell, wenn die Default-MX-Eintraege und  Standard-Nameserver verwendet werden, da dann zeitaufwenige Rueckfragen entfallen.</li>
<li>Je nach Antrag werden ueber den  betreffenden Providerkontakt auch Class C IP-Netze beantragt  und -falls gewuenscht- auch das Routing eingetragen.</li>
<li>Die Domain  ist Mitglied im Individual Network und wird in de.org.in begruesst, die entsprechenden Daten gehen an IN-Info und die Geschaeftsstelle, um Interessenten aus der jeweiligen Region den  richtigen Ansprechpartner nennen zu koennen.</li>
<li>Teilnahme auslaendischer Betreibergemeinschaften: Fuer  auslaendische Domains gibt es die Moeglichkeit, uebergangsweise am  Individual Network teilzunehmen. Seit 1992 gibt es das Konstrukt der &#8220;assoziierten Mitglieder&#8221; im Individual Network, welches als Anschubhilfe und zum Sammeln von Erfahrung bei Technik und Organisation gedacht ist. Angestrebt und unterstuetzt werden dem Individual Network vergleichbare Organisationen im Ausland, die sich auch ausschliesslich oder ueberwiegend um die Belange privater Nutzer bemuehen. Naehere Informationen erhaelt man vom erweiterten Vorstand (in-bei<a href="http://groups.google.de/groups/unlock?_done=/group/de.org.in/browse_thread/thread/17fa29e82cad9a4d/3cb452a508c27260%3Fpli%3D1&amp;msg=3cb452a508c27260" target="_parent">&#8230;</a>@individual.net).</li>
</ol>
<h2>12. Netiquette</h2>
<p>Das Individual  Network hat ein paar Richtlinien in einer Netiquette [9] zusammengestellt, um das harmonische Miteinander der Domains und der Netzteilnehmer zu erleichtern. Es handelt sich dabei nur um einen Rumpf von Verhaltensregeln, die um eigene Richtlinien der Betreibergemeinschaften ergaenzt werden koennen. Die Domains des Individual  Network sind gehalten, sich an diese Uebereinkuenfte zu halten und  in den eigenen Regeln keine zuwiderlaufenden Bestimmungen  aufzunehmen.</p>
<h2>13. Referenzen</h2>
<p>Leider sind die referenzierten Dokumente (waren auf dem IN-FTP-Server unter ftp.individual.net) nicht mehr erreichbar.</p>

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